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Die Burg auf dem Schloßberg bei Boizenburg

Die Burg auf dem Schlossberg bei Boizenburg

Auf dem Schlossberg bei Boizenburg stand vor alter Zeit eine Ritterburg. Einst hauste dort ein böser Ritter mit seinem Weibe, das ihm einen Knaben gebar, der jedoch nach wenigen Tagen starb. Lange lebten sie kinderlos. Da kam eines Tages ein Mönch auf die Burg, der der Frau den Rat gab, mit dem Ritter nach Rom zu pilgern. — Sie erzählte ihrem Manne, ihr sei ein Heiliger im Traum erschienen und habe ihr die Pilgerreise befohlen, dann würde ihnen wieder ein Kind beschert werden. Der Ritter zog mit ihr und gelobte, eine goldene Wiege für das Kind anfertigen zu lassen. - Nach Jahresfrist nach ihrer Rückkehr wurde ihnen ein Knäblein geboren. Das ward wie ein Prinz erzogen und ruhte in einer goldenen Wiege.
Einstmals verfolgte der Ritter auf der Jagd einen Hasen. Wie er ihn aber eben zu erlegen meinte, kam ihm ein anderer Jäger zuvor. Wütend stieß der Ritter den Fremden nieder und durchbohrte ihn mit seinem Jagdspieß. Da stellte sich heraus, dass er den Sohn eines benachbarten Ritters getötet hatte. Dieser schwur Rache und klagte beim Kaiser. Der Mörder wurde in die Reichsacht erklärt und seine Burg belagert. Als er keine Rettung mehr sah, versenkte er alle seine Schätze samt der goldenen Wiege in den Schlossbrunnen und ließ sein Weib und sein Kind auf einem unterirdischen Wege entfliehen. Als endlich die Belagerer die Burg stürmten, zündete er dieselbe an und begrub sich unter ihren Trümmern. -Die goldene Wiege und die ändern Schätze sollen noch jetzt im Schlossberge begraben sein.


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