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Die alte Burg Liepen bei Malchin

Die alte Burg Liepen bei Malchin

Nochjetzt [1862] liegt das so genannte Herrenhaus von Liepen bei Malchin auf einer rings mit Wall und tiefen Gräben umgebenen Anhöhe. Man kann zum Hause nur über ein paar Zugbrücken gelangen, denn wenn man auch die Gräben durchwatete, so würde doch die ringsherum schon in Trümmer zerfallene alte Mauer, bewachsen mit undurchdringlichem Gestrüppe, dem kühnen Eindringling unüberwindliche Hindernisse darbieten.
Auf dieser Anhöhe nun hat im Mittelalter eine der von Hahnschen Familie gehörige Burg gestanden, die mit der Burg Basedow durch einen unterirdischen Gang in Verbindung stand. Von diesen Burgen aus trieben die Edlen von Hahn das einträgliche Handwerk der Wegelagerei. Sie lauerten mit ihren Knappen den Bürgern von Malchin, Stavenhagen, Waren usw. auf, die mit ihren Waren von den Messen und Jahrmärkten kamen.
Häufig wurde nun Burg Liepen, namentlich von den Malchinern, belagert, doch immer vergebens, da die Belagerten stets Zufuhr an Lebensmitteln und Kämpen durch den unterirdischen Gang von Basedow bekamen. Doch endlich glückte es den schlauen Malchinern, durch List die Burg zu erobern. Sie steckten sie in Brand, hingen etliche Knappen, die sich beim Fliehen durch den Gang verspätet hatten, auf und zogen mit Beute beladen jubelnd nach Hause.
Die Burg wurde nie wieder aufgebaut, sondern später auf dem Platze das so genannte Herrenhaus, die jetzige Pächterwohnung, errichtet. - Nochjetzt findet man beim Graben und beim Reinigen der Wallgräben häufig alte Waffen, Sturmhauben usw. Alle diese Sachen erinnern noch an die einst so stolze Burg. Auch nachts zwischen zwölf und ein Uhr ist es da nicht recht geheuer; es spuken dann die in den alten Burgverliesen verhungerten Gefangenen herum.


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