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Der weissagende Kriegsgott von Röbel

Der weissagende Kriegsgott von Röbel

Als die Gegend von Röbel noch Rusch und Busch war, befand sich dort tief im Walde in einer Erdspalte die Götzenfigur des Kriegsgottes Rabal.
Weil dieser Götze die Zukunft voraussagen konnte, so zogen aus weiter Ferne die Menschen heran, um ihn zu verehren und um Rat zu fragen. Alle brachten wertvolle Geschenke mit und legten sie in die Hände der Priester. Der Götze war so gebaut worden, dass er die Fähigkeit hatte, sich umzudrehen und mit dem Kopfe zu nicken. Sollte ein Fragender im Kampfe siegen, so bewegte der Rabal den Kopf. Sollte das Gegenteil der Fall sein, so kehrte der Heidengott sich um und zeigte den Rücken.
Da die Vorhersagungen des Gottes fast immer eintrafen, so stieg sein Ansehen immer höher. Die Priester aber wurden von den vielen Opfergaben reich und vererbten ihre Schätze und ihr Amt auf ihre Kinder. Als die Reichtümer sich ins Ungeheure gemehrt hatten, bauten sie einen herrlichen Tempel und stellten darin das Götzenbild auf. Auch ließen sie für sich und ihre Familien viele Gebäude aufführen und erwarben große Ländereien.
Sobald aber das Christentum Eingang fand, war es mit der Herrlichkeit und mit den Weissagungen Rabais vorbei. Der Götze wurde abgebrochen und im Fundamente der altstädtischen Kirche zu Röbel vermauert.


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